Zanderangeln in Hamburg: Fragen und Antworten



Fragen und Antworten rund um das Angeln in Hamburg: 


 

Angeln in Hamburg wird immer beliebter.

Deshalb möchte ich ein paar Fragen und Antworten zusammentragen die eventuell auch für nicht Hamburger interessant sein könnten. 

Stand 2017

(Ich übernehme keine Gewähr für die Inhalte auf dieser Seite. Alle Angaben würden nach besten Wissen und Gewissen gemacht. Bei Verbesserungsvorschlägen bitte per Email an mich wenden: stephan.kadner (at) gmail.com)


 

Benötigt man in Hamburg eine Gewässererlaubniskarte zum Angeln?

Nein und ja, die „freien Gewässer“ dürfen in Hamburg auch frei befischt werden; d. h. jeder der einen gültigen Fischereischein besitzt (egal aus welchem Bundesland) darf diese Gewässer befischen. Für Gewässer die nicht „frei“ sind benötigt Ihr eine spezielle Erlaubnis vom Besitzer, Pächter oder Angelverein. 

Allerdings dürfen die freien Gewässer nur vom Ufer befischt werden. Für die Angelei vom Boot benötigt Ihr als Privatpersonen eine spezielle Erlaubnis zum Fischen vom Boot! 

Die kostenpflichtige Erlaubnis zum Fischen vom Boot im Hamburger Hafen kann man bei der Hamburg Port Authority beantragen!

Jedoch sollte man sich als nicht kundiger Bootsführer nicht nur mit den speziellen Vorschriften die Hamburger Hafen gelten vertaut machen, sondern auch Vorsicht walten lassen, denn durch die Tide können bestimmte Bereiche des Hamburger Hafens sehr flach fallen, was schlimme Folgen haben kann. 


 

Wo finde ich einen Plan zu den „freien Gewässern“ in Hamburg?

Die freien Gewässer in Hamburg findest du hier

Die Handhabung dieses Plans funktioniert wie folgt: 

Der Plan ist in Gebiete aufgeteilt. Klickt auf das Gebiet in dem Ihr plant zu angeln. Es wird sich ein Fester mit einem Menü auf der linken Seite öffnen. Klickt auf den Button „Info Pachtgewässer„. Alle „freien Gewässer“ werden in GRÜN angezeigt, verpachtete in GELB und verbotene in ROT. 

ACHTUNG: Diese Karte ist nicht offiziell; d.h. nicht behördlich geprüft, gepflegt und freigegeben, deshalb kann man sich im Notfall -also bei einer Kontrolle durch die Fischereiaufsicht- nicht auf den Inhalt berufen. Dennoch ist die Gewässerkarte von elbetreff.de, sehr gut gepflegt und nahezu komplett. 


 

Was sollte ich beim Angeln in der Elbe beachten, was sollte man wissen?

Die Elbe ist ein Tidengewässer und durch die Gezeiten beeinflusst. Der durchschnittliche Tidenhub in der Elbe ist 3,66 Meter, wobei das Wasser mit ca. 2,5 Knoten strömt. Durch Ebbe und Flut wird auch die Angelei beeinflusst, dass bedeutet, dass Angeln wird anspruchsvoller und ist ständiger Veränderung unterworfen. 

Als Angler sollte mann immer die Gezeiten im Auge behalten. Einen Überblick könnt Ihr euch hier verschaffen.

Im Hamburger Hafen werden täglich billionen Liter Wasser umgewälzt, was natürlich dazu führt, dass sich bestimmte Angelstellen über die Zeit sehr stark verändern können. Sediment, Schlamm, Stein, Kies oder andere Dinge die in der Elbe von der Strömung bewegt werden können verändern das Angeln. 

Aber auch die Baggerarbeiten, die wegen der Berufsschifffahrt im Hamburger Hafen unabdingbar sind, beeinflussen das Angeln und nicht zuletzt die Strömungsverhältnisse an bestimmten Stellen der Elbe.

Die Veränderungen in einem Gezeitenstrom für unter anderem dazu, dass einen vermeintlich gute Angelstelle nach einer bestimmten Zeit gar nicht mehr fängig ist, weil sich der Untergrund oder andere Dinge so verändert haben, dass die Fische diese Stelle nun meiden. 

Vorsicht beim Angeln in der Elbe ist allerdings immer geboten, denn durch die Gezeiten herrscht zu bestimmten Zeiten eine sehr starke Strömung!


 

Angeln in Hamburg: NEUE Regeln, Gesetze und Vorschriften während der Schonzeit. 

Seit dem 5. Januar 2017 hat die Oberste Fischereibehörde in Hamburg neue Bedingungen für das Zanderangeln im Hamburger Hafen während der Schonzeit erlassen. Schonzeit in Hamburg ist vom 1. Januar bis 15. Mai, durch die neuen Regelungen soll die Bestand an Zandern in der Elbe besser geschützt werden. 

Das Angeln mit Kunstködern und totem Köderfisch ist während der Zanderschonzeit untersagt, insbesondere in Hafenbecken, Kanälen sowie innerhalb von Buhnenfeldern und strömungsarmen Bereichen, die Ausnahme von dieser Regel sind die unmittelbaren Strömungsbereiche des Elbe-Hauptstroms, hier ist das Angeln mit Kunstködern während der Schonzeit weiterhin erlaubt. 

Stellnetze dürfen durch die Berufsfischer während der Zanderschonzeit nicht mehr ausgelegt werden. 

Diese Regeln gelten für alle Gewässer in Hamburg, d.h. auch betroffen sind die Alster, Bille, Dove-Elbe und alle Seen in Hamburg.

Alle Regeln zum Angeln in Hamburg sind im Hambuger Fischereigesetz niedergeschrieben. Einen Link zu diesem Gesetz habe ich euch hier zur Verfügung gestellt. 


 

Was spricht für eine geführte Angeltour (Angelguiding) per Boot auf der Elbe?

  • Ihr könnt mit dem Boot wesentlich mehr Stellen befischen als Ihr das vom Ufer in der gleichen Zeit könntet, Ihr seid also flexibler und erhöht die Fangchancen. 
  • Ihr seht wesentlich mehr vom Hamburger Hafen, habt also zum Angeln noch eine Sightseeing-Tour, die Ihr bei keiner buchbaren Hafenrundfahrt bekommen würdet. 
  • Ihr habt keine laufenden Kosten für Wartung, Benzin, Rettungswesten, Versicherung, Liegeplatz, Angelausrüstung und Angelgeschirr. Alles wird für euch organisiert, Ihr seid Gast und damit auch König an Bord. 
  • Ihr habt die Möglichkeit „Hänger“ besser zu lösen. Vermeidet also Köderverlust und schont damit auch die Umwelt
  • Ihr profitiert von der Erfahrung eines Guides, der euch in der Regel nicht nur zu potenziell fängigen Angelstellen führt, sondern euch auch aus seiner Erfahrung berichtet und euch Tipps und Tricks zur Köderführung und Montage vermittelt.